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Schwerverletzter nach Angriff in Erfurt

1. August 2020

Drei Männer aus Afrika wurden in der thüringischen Landeshauptstadt von einer Gruppe Deutscher attackiert. Die Polizei spricht von einem "fremdenfeindlichen Übergriff". Das Landeskriminalamt ermittelt.

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Ein Kleinbus der Polizei, im HIntergrund der Erfurter Dom
Polizeipatrouille auf dem Erfurter Domplatz (Symbolbild)Bild: picture-alliance/dpa/M. Schutt

An einem bekannten Treffpunkt der rechten Szene in Erfurt seien drei Männer, die aus Guinea stammen, erst angepöbelt und dann tätlich angegriffen worden, teilte die Polizei mit. Zwei von ihnen mussten ins Krankenhaus. Der Zustand eines der Verletzten war zeitweise kritisch.

Zwölf Verdächtige wurden vorläufig festgenommen. Das Landeskriminalamt schaltete sich in die Ermittlungen ein. Bisher ist unklar, ob bei dem Angriff Waffen zum Einsatz kamen.

Attacke auf Jugendliche

Wegen eines anderen Vorfalls demonstrierten in der thüringischen Landeshauptstadt an diesem Samstag zahlreiche Menschen gegen Rechtsextremismus. Die Polizei sprach von etwa 400 Teilnehmern.

Junge Menschen mit Mund-Nase-Bedeckung laufen mit Fahnen und Transparenten durch die Erfurter Innenstadt.
Anlass dieser Demonstration in Erfurt gegen Rechtsextremismus ist ein Vorfall im JuliBild: picture-alliance/dpa/B. Schackow

Hintergrund war eine Attacke auf eine Gruppe Jugendlicher am vorletzten Juli-Wochenende. Einige der Angreifer, die auf einer Grünfläche vor der Staatskanzlei mehrere Minderjährige verletzt hatten, werden von den Ermittlungsbehörden als rechtsradikal eingestuft. Die Untersuchungen dauern an.

jj/uh (dpa, afp)