Die DW Akademie in Lateinamerika

Informationsquellen gibt es viele in Lateinamerika. Das Handy ist beliebt: Untersuchungen zeigen, dass soziale Netzwerke im Alltag eine große Rolle spielen. Und trotzdem kommen viele Informationen nie an. Auch im digitalen Zeitalter bleiben ganze Bevölkerungsgruppen mit ihren Wünschen und Meinungen praktisch ausgeschlossen. Besonders schwer haben es beispielsweise Menschen, die in ländlichen Regionen leben oder einen indigenen Hintergrund haben.

Die Gründe dafür sind vielfältig. So schränken Medienmonopole die Vielfalt ein: Wo Fernseh- und Radiosender nur einigen wenigen gehören, haben es Minderheiten schwer, mit ihren Anliegen Gehör zu finden. Vielerorts beklagt die Zivilgesellschaft einen „tauben Staat“, der Informationen nur ungern preisgibt. Und in vielen Ländern Lateinamerikas ist Journalismus ein gefährlicher Beruf. Kritische Medienschaffende werden unter Druck gesetzt und angegriffen – mit dramatischen Folgen für die Meinungsfreiheit.

Die DW Akademie fördert darum Netzwerke, die allen Menschen den Zugang zu Information ermöglichen. Sie unterstützt Bürgerradios, lokale Journalistennetzwerke und digitale Aktivisten und setzt sich für das Recht der indigenen Bevölkerung auf Informations- und Meinungsfreiheit ein. Sie entwickelt mit ihren Partnern innovative Ansätze in der Ausbildung und berät alternative Medien, damit diese auch langfristig wirtschaftlich überleben können. Sie fördert gesellschaftlichen Dialog, etwa bei der Aufarbeitung der Bürgerkriegsvergangenheit, und hilft denen, die jungen Leute eine kritische Mediennutzung nahebringen.

Die lokale Expertise und der Aufbau von Netzwerken vor Ort spielen dabei für die DW Akademie in Lateinamerika eine zentrale Rolle.

 

Kolumbien: Schritt zur Versöhnung

Territorio de Paz – Die Fahne, die Granada zum Friedensterritorium erklärt

Mit einer Messe und der Unterzeichnung des Dokuments "Nie Wieder!", begingen Bürger von Granada und Vertreter der ehem. FARC-Guerrilla einen Akt der Versöhnung. Felix Muñoz, ehem. FARC-Kommandant, bat vor Opfern des Konflikts um Verzeihung. Die Fahne, die Granada zum Friedensterritorium erklärt, wurde 2000 zum ersten Mal durch das Dorf getragen: Eine Autobombe der FARC hatte 23 Menschen getötet.

Kolumbien: Schritt zur Versöhnung

Schwierige Zeit der Versöhnung

Für manche Angehörigen von Opfern ist die Zeit der Versöhnung noch nicht gekommen. Viele können es nicht akzeptieren, dass ehemalige Guerilla-Kommandeure künftig als Abgeordnete und Senatoren im Parlament sitzen werden.

Kolumbien: Schritt zur Versöhnung

Verbleib weiterhin ungeklärt

Mehr als 1.300 Tote, 240 gewaltsam Verschwundene, 11.500 Vertriebene. Das ist die grausame Statistik des bewaffneten Konflikts in der ländlichen Gemeinde Granada. Bis heute ist der Verbleib vieler Opfer ungeklärt.

Kolumbien: Schritt zur Versöhnung

Pastor Alape

Pastor Alape in der Kirche von Granada. Das ehemalige Mitglied des Sekretariats der FARC sitzt nun im Direktorium der neugegründeten Partei der demobilisierten Guerilla.

Kolumbien: Schritt zur Versöhnung

Zeichen der Versöhnung

Jaime Montoya, Mitglied des örtlichen Opferverbandes umarmt den ehemaligen Guerilla-Kommandanten Pastor Alape.

Kolumbien: Schritt zur Versöhnung

Täter und Opfer im Gespräch

Manche haben ein Leben lang darauf gewartet, die Wahrheit zu erfahren. Die FARC haben sich im Friedensabkommen dazu verpflichtet, zur Aufklärung der Vergangenheit beizutragen. Im kommenden Jahr soll eine Wahrheitskommission die Arbeit aufnehmen.

Kolumbien: Schritt zur Versöhnung

Der lokale Fernsehsender überträgt live aus der Kirche

Die großen regionalen und nationalen Medien zeigen nur wenig Interesse. Elizabeth Otálvaro beobachtet die Veranstaltung für den Blog "Hacemos Memoria", ein Projekt, das von der DW Akademie unterstützt wird.

Kolumbien: Schritt zur Versöhnung

DW Akademie vor Ort

Dubian Giraldo, Leiter des lokalen Community Radiosenders berichtet live in den sozialen Medien. Drei Jahre lang hat die DW Akademie gemeinsam mit der Universidad de Antioquia den Sender dabei unterstützt, den Konflikt journalistisch aufzuarbeiten.

Kolumbien: Schritt zur Versöhnung

Nunca más – Nie Wieder!

Mit diesem Versprechen geht die Versöhnungsfeier in Granada zu Ende. Und es gibt einen neuen Hoffnungsschimmer für die Angehörigen von Verschwundenen. Die FARC sagt, sie wolle alles tun, um die Fälle, die sie zu verantworten habe, aufzuklären.

Rodrigo Villarzú
Leiter Lateinamerika

T: +49.30.4646-8570
E: dw-akademie@dw.com

Team Lateinamerika

Teamleiter, Regionalkoordinatoren und Ländermanager auf einen Blick

Team Lateinamerika

Rodrigo Villarzú

Leiter Lateinamerika

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Bereichsleiter Mittelamerika und Karibik (komm.), Ländermanager Guatemala

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